Foodporn Fotografie: So mache ich meine Bilder

Heute gibt es weder ein Rezept von mir, noch einen Blogpost zum Thema Training oder Fitness, denn oft werde ich gefragt, wie ich meine Fotos für Instagram mache bzw. bearbeite. Deshalb schreibe ich Euch heute mal ein paar Tipps auf, wie ich meine Bilder mache und wie auch ihr tolle Foodporn Fotos hinbekommt.

Scrollt in meiner Chronik auf Instagram besser nicht zu weit nach unten 😀 Ich erschrecke mich immer wieder, wenn ich meine Bilder von vor ein paar Monaten sehe und muss einfach nur drüber lachen 😀 Damals habe ich zwar auch schon versucht, mein Essen schön anzurichten und ein gutes Foto daraus zu machen, aber aus heutiger Sicht ist mir das nicht wirklich gelungen 😉 Aber jeder fängt ja mal klein an und muss sich erstmal langsam herantasten und seine Skills weiter ausbauen. Ich habe mir immer viele Inspirationen bei anderen Accounts geholt, die ich toll fand und natürlich auch die ein oder anderen Tricks bezüglich der Dekoration abgeschaut. Das ist alles nur eine Sache der Übung. Und wenn man Spaß an Fotografie hat und sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, dann kann jeder super schöne Foodporn Bilder mit einfachen Mitteln zaubern.

Hier mal ein kleiner Lacher 😀 Ein Früher vs. Heute Vergleich:

Früher-vs-heute

 

Anrichten und Deko: Weniger ist mehr!

Am Anfang dachte ich immer: Je mehr, desto besser. Aber dem ist nicht so. Beim Anrichten und der Deko für meine Gerichte versuche ich immer darauf zu achten, dass es farblich einigermaßen zusammenpasst und nicht allzu bunt und chaotisch wird. Zum Beispiel suche ich mir eine Beerensorte aus, mit der ich dekorieren möchte und kombiniere dann eine weitere Farbe dazu. Blaue Blaubeeren mit weißen Kokoschips, rote Erdbeeren mit brauner Schokocreme oder auch gelbe Bananen mit roten Himbeeren…da ist vieles möglich.

Kamera: Handy oder Spiegelreflexkamera?

Anfangs habe ich meine Fotos mit meinem iPhone gemacht..das hat mir aber irgendwann nicht mehr gereicht, denn die Tiefenunschärfe bekommt man damit leider nur bedingt hin und ich finde man sieht doch einen gewaltigen Unterschied zu den professionelleren Fotos. Deshalb habe ich mich dann mal etwas länger mit meiner Kompaktkamera auseinandergesetzt, die ich fast nie benutzt hatte und seitdem nutze ich die für meine Bilder. Ich habe übrigens die Panasonic Lumix DMC-FZ200 und finde die echt super und völlig ausreichend für solche Zwecke.

Eine richtige Spiegelreflexkamera war mir immer zu teuer und ich glaube, dass man den qualitativen Unterschied bei einer Bildgröße wie auf Instagram gar nicht erkennt.

Man kann aber auch mit einer Digitalkamera oder natürlich auch mit dem Smartphone gute Bilder hinbekommen, wenn man nicht ganz so hohe Ansprüche hat 😉 Ihr müsst Euch also jetzt nicht unbedingt eine mega teure Kamera dafür kaufen!

Bildkomposition: Einfacher als man denkt.

Ich mag auf Fotos immer sehr gerne die Tiefenunschärfe, das heißt, das Objekt im Vordergrund ist scharf und alles im Hintergrund ist unscharf. Das geht natürlich auch umgekehrt. Also schaue ich, dass ich mein Essen relativ weit vorne platziere und die Dekoration eher im Hintergrund. Wenn ich dann in der Kamera den Fokus auf das Essen stelle, wird der Hintergrund unscharf, sofern ich eine möglichst kleine Blende eingestellt habe. Zu den Kameraeinstellungen gibt es auf Youtube ganz gute Videos und Tutorials, die Euch bestimmt weiterhelfen können 🙂 Einfach mal nach „Foodfotografie“ googeln 😉

Meistens mache ich meine Bilder im Querformat, einfach weil ich es einfacher finde, es dann nachher für Instagram auf die richtige Bildgröße zurechtzuschneiden. Dabei gucke ich immer, dass das Essen selbst den größten Anteil des Bildes ausmacht, da es ja schließlich der wichtigste Teil ist 😉

Licht: Brauche ich eine spezielle Beleuchtung?

Ich persönlich besitze keine Tageslichtlampe oder sonstige spezielle Beleuchtung. Das heißt, dass ich nur bei Tageslicht fotografieren kann, denn sobald es dunkler wird, muss ich die Kameraeinstellungen so verändern, dass ich die gewünschte Tiefenunschärfe nicht mehr erreichen kann.

Eine Tageslichtlampe wäre sicherlich sinnvoll und wird wahrscheinlich auch meine nächste größere Anschaffung sein 😉

Set: Welche Accessoires und wieviele?

Für meinen Hintergrund bzw. Unterlage benutze ich ganz einfache Holzbretter. Da habe ich mir im Baumarkt einfach eine lange Holzlatte ausgesucht und in gleichlange Teile sägen lassen. Die habe ich dann nebeneinander gelegt und fertig ist der Hintergrund, den man auch blitzschnell wegräumen kann 😉

Nach und nach kaufe ich mir auch immer ein paar Dekoteile für meine Bilder hinzu oder Geschirr und Besteck, so dass ich ein wenig variieren kann. Ein schönes Geschirrtuch und ein passendes Schälchen, in dem man beispielsweise Beeren anrichten kann, machen schon viel her. Ich persönlich mag auch Holzlöffel zum dekorieren immer sehr gern.

Bearbeitung: Welche Programme benutze ich?

Ich bearbeite meine Bilder mit drei verschiedenen Programmen: Photoshop, Lightrooms und Facetune.

Photoshop habe ich auf dem Rechner. Hiermit passe ich Helligkeits- und Kontrastwerte, Farbdarstellung etc. an. Dann schicke ich mir das Bild via Dropbox auf´s Handy und passe dort nochmals die genannten Werte auf die Darstellung auf dem Handybildschirm an. Das mache ich mit der App Lightrooms. Ab und zu kommt es vor, dass irgendwelche unschönen Stellen auf dem Foto sind, die mir beim Fotografieren nicht aufgefallen sind. Diese bearbeite ich dann zusätzlich mit der App Facetune.

Hier seht ihr mal einen kleinen Vergleich zur Bildbearbeitung:

Bildbearbeitung

Das waren meine Tipps und Tricks zum Thema Foodporn Fotografie 😉 Ich hoffe, Euch hat der Beitrag gefallen und hilft dem ein oder anderen weiter. Ich freue mich, wenn Ihr mir Feedback und Anregungen in den Kommentaren hinterlasst 🙂

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